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09.08.2014: Czech Circle 2014 – Mit dem Motorrad zu Tschechiens Kurven und Kulinarik

 

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„Tschechien, Tschechische Republik, ... – für Deutsche verbinden sich mit diesem Namen sehr unterschiedliche Beziehungen. Dem einen blieb es ein unbekannter Nachbar, einige weinen einer verklärten guten alten Zeit nach, und anderen wieder wurde es zur geliebten zweiten Heimat...

 

Aber das Land rundherum ist für die meisten Ausländer, darunter auch für viele Deutsche, noch immer eine terra incognita – ein unbekannter Flecken auf der Landkarte...

 

Heute findet man in Tschechien neben Italien die am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbilder Europas...

 

Auch die schmackhafte und deftige Küche sowie die noch immer konkurrenzlos günstigen Preise … sprechen für einen Urlaub in Tschechien“

 


 

Dieser Auszug aus dem Vorwort des Reiseführers „Tschechien - unterwegs in Böhmen und Mähren“ im renommierten Berliner Trescher-Verlag war der Auslöser für mein Vorhaben, unserem südöstlichen Nachbarn einen Besuch auf zwei Rädern abzustatten. Nicht umsonst zähle ich mittlerweile zu den Fans des Osteuropa-Spezialisten für Reiseführer. Auch für „Tschechien“ dient die aus 2011 stammende 3. Auflage als anregender Appetitmacher.

 

 

Aber auch die Experten der Tschechischen Zentrale für Tourismus in Deutschland (www.czechtourism.com) haben sich schon gewaltig ins Zeug gelegt und mich mit umfangreichen Informationen und interessanten Kontakten unterstützt. In genau vier Wochen soll es dann losgehen. Bis dahin bleibt noch etwas Zeit für Literatur-Vorfreude. Und dann gibt es hier und in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #CzechCircle2014 wieder tagesaktuelle News von unterwegs.

 

 

 

 

Update 07.09.2014 - Der 1. Tag

 

Gleich im Anschluss an ein Familienfest starte ich am Sonntag direkt aus Brandenburgs Süden in Richtung Tschechien.

 


 

Übrigens, bei der Gelegenheit: Vielleicht hat es jemand gemerkt, dass ich in meiner Einleitung zu dieser Reise das Zitat aus dem Reiseführer etwas gekürzt habe. Während es vor einigen Jahren zumindest in den östlichen Teilen Deutschlands durchaus üblich war, die Bezeichnung "Tschechei" als Kurzform zu nutzen, sollte man dies mittlerweile tunlichst vermeiden. Warum? "Der Begriff Tschechei besitzt heute jedoch einen negativen Klang wegen der Verwendung im NS-Sprachgebrauch, insbesondere wegen der Bezeichnung „Rest-Tschechei“. Vor allem die älteren Tschechen verbinden mit dem Begriff daher die NS-Zeit" weiß Wikipedia zu erklären.

 


 

Nach einer kurzen Autobahnetappe zieht es mich noch vor Pirna auf die kleinen verwinkelten Straßen des Erzgebirges. Als ich kurz vor Kreischa zahllosen Radfahrern begegne, ahne ich schon, dass mich nun ein Kurvenparadies erwartet. Und genau so ist es dann auch. Allerdings, je mehr ich mich dem Kamm des Erzgebirges nähere, desto bedrohlicher nähere ich mich auch einer dunklen Gewitterfront, die mich dazu veranlasst, doch lieber das wasserdichte Inlet meiner Rukka-Kombi Airoad unterzuziehen. Und das habe ich dann auch schon nach wenigen Minuten nicht bereut... Dann nämlich erreiche ich das zunehmende Gewitter mit teilweisem Schlagregen und muss mir Gedanken über den weiteren Routenverlauf  machen. Eigentlich wollte ich genau auf dem Erzgebirgskamm südwestlich reiten, um mich dem Bäderdreieck Marienbad, Karlsbad und Franzensbad zu nähern. Aber soweit ich den Himmel sehen kann, hängen die dunklen Wochen genau hier fest.

 


 

Also entscheide ich mich um und fahre direkt südlich, um in Pilsen mein erstes Tagesziel zu erreichen. Dabei gibt es zunächst eine serpentinenreiche Abfahrt auf den regennassen Straßen mit manch einem tollen Blick. Kurz zuver zuckelte sogar noch ein kleiner Schienenbus mit zwei Anhängern über die etwas zerbrechlich wirkende Brücke...

 


 

Anschließend passiere ich einen Braunkohle-Tagebau sowie ein Industriegebiet mit einer großen Raffinerie. Das erinnert mich daran, dass ich mich nach den knapp dreihundert Kilometern seit Berlin gelegentlich mal nach einer Tankstelle umsehen sollte. Nachdem zum Preis von etwa 1,35 Euro pro Liter Super dann der Tank gefüllt und quasi als Ausgleich die Blase geleert sind, geht es entspannt weiter.

 


 

Die Grenzen der Entspannung nähern sich dann erneut am Himmel, als sich vor mir wiederum eine tiefdunkle Regenwolke auftürmt um mich geradezu zu verschlingen. Auch dieses Mal entscheide ich mich zur Flucht und verabschiede mich von der Fernverkehrsstraße 27 in Richtung Südosten. Von nun an habe ich bis zum Erreichen von Pilsen eine treue Begleiterin an meiner Seite, wobei ich mein Ziel jedoch trockenen Fußes und ganz oft gerade noch im Einflussbereich der am Wolkenrand vorbeiblinzelnden Sonnenstrahlen erreiche.

 


 

 

Die Stadt Pilsen begrüßt mich dann auch auf ganz besondere Art: Neben der St. Bartholomäus-Kathedrale findet auf dem Marktplatz an diesem Wochenende das große Suppenfest statt, zu dem in zahlreichen Kesseln über offenen Feuern köstliche Suppen feilgeboten werden und den Besucher mit von Stand zu Stand wechselnden Düften anlocken.

 


 

 

Zu Preisen von nicht einmal einem Euro für die kleine Schüssel und etwas mehr als 1,50 Euro für die große (der Wechselkurs liegt bei etwa 1:27) ist kollektives Schlemmen angesagt.

 

Ich selbst muss mich ein wenig beeilen und mein Zimmer am ebenfalls direkt am Marktplatz befindlichen Hotel Central beziehen, denn schon bald habe ich eine Verabredung: Hana Smolková ist im Auftrag des städtischen Tourismusamtes so freundlich, mit mir an diesem Sonntag noch eine kleine Führung durch die am Reißbrett geplante und dabei sehr übersichtliche Stadt mit kurzen Wegen zu machen.

 


 

Dabei starten wir im Rathaus, wo sich hinter einer aufwändig gestalteten und sehr detailliert ausgearbeiteten Fassade mit Darstellung der wichtigsten Persönlichkeiten der Stadthistorie ein detailgenaues Modell der Stadt findet und ich zunächst einen Überblick erhalte. Von dort zieht es uns in die Kathedrale, die in ihrem Turm nach mehr als dreihundert Stufen einen fantsatischen Aussichtsplatz anbieten soll. Ich verzichte aber darauf, den Nachweis anzutreten.... Aber eine andere Besonderheit zeigt mir Hana Smolková an diesem Außenaltar, der Jesus mit seinen Jüngern am Ölberg zeigt.

 


 

Hier befindet sich der Wunschengel der Stadt. Was hat es mit diesem auf sich? Nun, als im Mittelalter der städtische Henker heiraten wollte, durfte er wegen der Anrüchigkeit des von ihm ausgesuchten Berufes nicht die Kirche betreten. Deswegen trat seine Braut mit einem Stellvertreter von ihm vor den Altar, um die Ehe zu schließen. Der Henker wiederum blieb während der Zeremonie vor diesem Außenaltar knien. Und als er sich anschließend aufrichtete, hielt er sich an eben diesem Engel fest.

 


 

Das beobachteten die Bürger, die diese Hochzeit natürlich ganz besonders wahrnahmen. Seitdem kommen Menschen zu diesem mittlerweile schon ziemlich abgegriffenen Engel, um sich etwas zu wünschen, während sie ihn anfassen, weil diese Wünsche dann in Erfüllung gehen sollen. Also, damit ist auch klar, wohin man bei einem Besuch in Pilsen gehen sollte...

 


 

Auf unserem weiteren Weg durch die Altstadt freuen wir uns darüber, dass die vergangenen Kriege der Altstadt kaum etwas angetan haben. Zwar wurden die nahegelegenen Skoda-Werke, in denen unter anderem auch Kanonen hergestellt wurden, aber auch die Pilsener-Brauerei und der Bahnhof stark bombardiert, aber die Altstadt selbst ist nahezu unbeschädigt durch die wirren Zeiten gekommen. Wir bewundern die filigranen Wandmalereien zum Beispiel an der "Apotheke zum weißen Einhorn".

 


 

 

Pilsen weist aber noch eine weitere Besonderheit auf: Alle Häuser sind mit tiefen Kellern versehen, die untereinander alle verbunden sind und so ein mehr als 27 km langes Labyrinth ergeben, das zumindest teilweise für Besucher auch zugänglich ist. Die Keller bleiben immer an mehreren Stellen offen und werden so gut belüftet, so dass die Bausubstanz der Häuser äußerst gut ist und Feuchtigkeit keine Rolle spielt.

 


 

Aber auch der die Altstadt wie einen Gürtel umschließende Park, der auf dem Gelände des früheren Wassergrabens angelegt ist, birgt eine Überraschung: Hier wird am Fuße eines Denkmals jeden Tag aufs Neue das aktuelle Datum mit Pflanzen dargestellt.

 


 

 

Wir beschließen, den schönen Abend in einer historischen Gaststätte ausklingen zu lassen. Ältere Semester werden sich vielleicht noch an die Geschichten des lustigen Soldaten Schwejk erinnern. Nur wenige Schritte vom Marktplatz entfernt befindet sich das gleichnamige Restaurant Svejk, das neben der typisch böhmischen Küche auch das älteste Bier nach Pilsener Brauart, das Pilsener Urquell, anbietet. Wir genießen die deftigen und zu böhmischen Knödeln mit dicker Sauce servierten Braten am Abend des ersten Tourtages, damit ich mich gut gestärkt auf die folgenden Etappen machen kann. Vielleicht gehe ich dann noch kurz zum Café Beruska, wo es die besten Torten der Stadt geben soll?

 


 

 

Noch ein kurzer Blick vom Balkon meines Hotelzimmers hinüber zur Neuen Synagoge, einem der zahlreichen Veranstaltungsorte für Konzerte, über die Pilsen, die Kulturhauptstadt 2015, verfügt, und dann wird es Zeit für die Nachtruhe.

 


 

Wer sich den Streckenverlauf ansehen mag, wird hier fündig.

 

 

 

Update 08.09.2014  -  Der 2. Tag


Die zweite Etappe beginnt neblig.Auf den ersten Kilometern befürchte ich schon, ich würde von dieser Etappe kaum Fotos bekommen. Aber dann verzieht sich der Nebel und macht Hoffnung.

 


 

Nach einigen Kilometern wagen sich die ersten zaghaften Sonnenstrahlen hervor und tauchen die mit einigen Seen ausgestattete Gegend in Richtung deutsch-tschechischer Grenze in ein warmes Licht.

 


 

Ich bewege mich in Richtung Böhmerwald, um die eigentlich recht kurze Entfernung zwischen Pilsen und der nächsten Bier-Stadt, Budweis, in einem Bogen über interessante Motorradstrecken zurückzulegen. Hier werden die Straßen von zahlreichen Apfelbäumen flankiert, die zur aktuellen Jahreszeit mit einer Auswahl verschiedenfarbiger Sorten und reich an Früchten zur kleinen Rast am Straßenrand locken.

 


 

Schon bald genieße ich die Vielfalt der abwechslungsreichen Region: Mal schlängele ich mich auf kaum autobreiten Sträßchen durch dicht bewachsene Wälder, um dann wieder von einer der vielen Bergkuppen den Blick in die Ferne schweifen zu lassen, soweit dies die noch immer etwas dieseige Luft zulässt. Anschließend fahre ich an großen Landmascinen vorbei, die nach erfolgter Ernte nun die Felder für den Winter vorbereiten.

 


 

Kurz vor dem Naturpark Böhmerwald biege ich dann in Richtung Klatovy ab, um dieser belebten und für ihre Nelkenzucht bekannten Kleinstadt einen Besuch abzustatten.

 

 


 

Seit 1685 ist Klatovy mit der in der Dekanatskirche befindlichen "Madonna von Klattau" ein Wallfahrtsort. Von hier aus sind es nur noch ein paar Kilometer bis zur Burg Svihov. Diese war Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts der Drehort mehrerer Szenen eines Gemeinschaftsprodukts der DEFA mit den Prager Filmstudios: Der Klassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" läuft noch immer regelmäßig in Weihnachtsprogramm der großen Fernsehsender.

 


 

Weiter zieht es mich durch die Hügellandschaft nach Südböhmen. Kurve um Kehre schlängele ich mich im ständigen Bergauf und Bergab bis nach Cesky Krumlov. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Wer sich in die Altstadt aufmacht, fühlt sich wie ins Mittelalter versetzt. Hier ist die ganze Altstadt ein historisches Denkmal.

 


 

 

Man sollte sich hier etwas Zeit nehmen, um durch die Gassen zu flanieren, die unzählichen Gibl und Erker an den Gebäuden zu entdecken und sich verzaubern zu lassen. Allerdings sollte man sich auch darauf einstellen, dass man mit diesen Ideen nicht alleine ist. Die Stadt ist ein Touristenmagnet und dementsprechend voll, nicht nur in der Hauptsaison.

 


 

 

Von hier aus zieht es mich nach Budweis, dieser mit der Biertradition so verbundenen Stadt. Und was liegt da näher, als sich die Produktion dieser Flüssigkeit auch mal etwas näher anzuschauen?

 


 

 

Bei einer Führung durch die Produktionsanlagen der Budweiser Brauerei lasse ich mir einige Hintergründe erläutern. Hier setzt man auf die langjährige Zusammenarbeit mit einer mährischen Mälzerei und einem Hopfenanbaugebiet in der Nähe von Prag, um diese Zutaten zusammen mit dem Wasser aus dem mehr als 300 Meter tiefen Brunnen auf dem eigenen Werksgelände so zu mischen, dass das Bier der drittgrößten Brauerei Tschechiens über die Zeit hinweg seinen Qualitätsruf verteidigen kann.

 


 

 

Den Abschluss bildet ein Rundgang durch die automatisierte Abfüllanlage, wohingegen ich bei der obligatorischen Bierprobe in Anbetracht meiner vor dem Werkstor wartenden Travel-Q-ueen leider passen muss: In Tschechien gilt absolutes Alkoholverbot im Straßenverkehr. Übrigens: Diese Führungen sind für jedermann zugänglich und finden nahezu täglich statt.

 

Anschließend treffe ich mich mit zwei Gastronomen aus Budweis: Vladimir Tuma und sein Freund Martin sind beides gelernte Köche, die bis heute der traditionellen Qualität besonderes Augenmerk schenken. Als Veranstalter einer großen Gastromesse, die in jedem Jahr im November in Budweis stattfindet, weiß Vladimir um die Wichtigkeit einer entsprechenden Ausbildung und Erfahrung, wenn man sich im Gastronomiebereich engagieren möchte. Und so haben sich die beiden zum Ziel gesetzt, mit mir eine ganz besondere Stadtführung zu machen: Gemeinsam sehen wir uns einige der traditionellen Gaststätten an.

 


 

Dabei starten wir zufällig in der von mir gewählten Unterkunft, in der zur Pension U Tri Sedlaku dazugehörigen kleinen Gaststätte. Der Koch hier hat bei Vladimir selbst gelernt und versteht somit sein Handwerk. Das besondere ist aber etwas anderes: Früher war in den Räumlichkeiten dieser Gaststätte nur die Küche des im restlichen Gebäudeteil befindlichen großen Gasthauses. Nach einem Erbstreit betreiben nun mehrere Erben das eigentliche große Restaurant mit traditioneller Verbindung zur Budweiser Brauerei weiter, während einer der Erben die ehemalige Küche nun ausgegliedert hat und darin nun eine eigene Gaststätte, aber mit dem Konkurrenzprodukt aus Pilsen betreibt...

 


 

Das Highlight des Abends ist dann aber der Besuch eines noch relativ neuen Restaurants. Das Minipivovar Krajinská 27 bietet nicht nur leckere tschechische Küche, zum Beispiel mit auf dem Holzkohlegrill zubereitetem Fleisch, sondern vor allem auch selbstgebrautes Bier.

 


 

 

Im Keller des Hauses werden etwa 1000 Hektoliter Bier erzeugt, von denen der Inhaber, David Burian, etwa die Hälfte im eigenen Restaurant absetzt, während der Rest in Flaschen abgefüllt sowie in zwei weiteren Restaurants angeboten wird.

 


 

 

Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, Speis und Trank kritisch zu testen, und deswegen kann ich einen Besuch des dicht beim Marktplatz gelegenen Minipivovar Krajinská 27 auch nur empfehlen.

 


 

Den Abschluss unserer Runde machte dann ebenfalls eine traditionelle Gaststätte direkt am quadratischen Marktplatz beim Grand Hotel. Von hier aus haben wir den Blick über den beleuchteten Marktplatz von Budweis genossen und den Abend ausklingen lassen.

 


 

 

 

 

Mit einem Klick auf den Kartenausschnitt erhält man die GPS-Daten zu dieser Tour.

 


 

 

 

Update 09.09.2014  -  Der 3. Tag

 

Heute bin ich bereits um 9 Uhr morgens verabredet, und zwar mit einem ganz besonderen Menschen: Petr Hošťálek betreibt nur wenige Schritte von meiner Unterkunft entfernt ein Museum mit historischen Motorrädern.

 


 

Das allein schon finde ich besonders, aber wenn man sich die Schätzchen aus seiner Privatsammlung ansieht und die dazugehörigen Geschichten hört, spürt man sofort das Außergewöhnliche dieses Moments.

 


 

So begrüßt einen schon am Eingang das erste tschechische Motorrad von Laurin & Klement aus dem Jahr 1901. Dieser Hersteller fusionierte später mit Skoda und besteht somit bis heute fort. Wirklich erstaunlich aber ist, dass dieses Motorrad, das komplett aus Originalteilen besteht, noch heute Fahrtüchtig ist: Petr ist noch vor gar nicht langer Zeit mit diesem Motorrad die Strecke Paris - Wien nachgefahren, die der damaligen Rennstrecke entspricht, die dieses wertvolle Stück gewann.

 


 

Aber es gehören noch weitere Highlights zu der Sammlung, in der alle restaurierten Motorräder auch fahrbereit sind.So zum Beispiel das erste Motorrad incl. doppelsitzigem Beiwagen des ersten Präsidenten des Prager Harley-Clubs, der heute als einer der ältesteb Harley-Clubs gilt.

 


 

 

Aber auch diverse Indian, Harleys, BMW und JAWA stehen hier in Reih und Glied.

 


 

 

 

 

Auch immerhin drei von weltweit nur noch 5 Exemplaren der nier in Massenproduktion gegangenen tschechischen Privat-Marke Hurikan stehen in seiner Ausstellung. Die Geschichte zu diesen Modellen verrate ich hier nicht - die hören sich Interessenten am besten bei einem Besuch des Museums direkt vor Ort an. Vielleicht ist dann auch schon das vierte Exemplar, dass aktuell von Petr restauriert wird, fertig für die Ausstellung..

 


 

Bewundernswert vor allem finde ich, dass Petr sich trotz fortgeschrittenen Alters seinen Lebenstraum erfüllt hat:

 


 

 

Schon als Kind träumte er davon, die Strecke Peking-Paris mit dem Motorrad zu fahren. Und als er sich dann dazu entschloss, das Vorhaben anzugehen, gab es Transportschwierigkeiten für sein Motorrad mit Beiwagen. Also ist er kurzerhand von Budweis mit dem Motorrad nach Peking gestartet, um dann von dort aus seinen Traum zu leben. Unfassbar!

 


 

Und anschließend hat er auch noch eine Reise entlang der Seidenstraße folgen lassen. Auch die dabei genutzte Original-Maschine ist in diesem Museum zu sehen.

 

Fast unwillig trenne ich mich von Petr und seiner liebenswürdigen und bescheidenen Art, seine Geschichten zu erzählen. Aber dennoch mache ich mich anschließend auf den Weg in die tschechische Hauptstadt Prag, die auch bei meinem Projekt natürlich nicht fehlen darf. Dabei passiere ich eine Kindheitserinnerung: Das Schloss Hlubonka spielte in der früheren tschechischen Kinderserie "Pan Tau", die auch bei uns zu sehen war, eine Rolle.

 


 

Anschließend erwartet mich wieder eine wunderbar kurvenreiche Strecke über schier endlose kleine Straßen und vorbei an mehreren natürlichen Gewässern und Stauseen.

 


 

 

 

 

 

Da zur Zeit Erntezeit ist, begegne ich den sic h mir nähernden landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Maschinen mit Aufmerksamkeit und Respekt, nicht nur, wenn sie zum Schlepper-Rennen ansetzen...

 


 

 

Immer wieder halte ich an, um das wunderschöne Panorama zu genießen und die landschaftliche Schönheit aufzusaugen.

 


 

 

 

 

 

 

 

So komme ich dann nach Prag und freue mich darauf, den Abend in dieser geschichtsträchtigen und wunderschönen Stadt zu verbringen. Da es von den markanten Stellen in Prag Bilder in großen Mengen im Netz gibt, muss ich hier an dieser Stelle nicht noch eigenes Material hinzufügen. Außerdem würde mir wohl auch die Auswahl schwerfallen, so vielseitig, schön und sehenswert empfinde ich diese Stadt.

 

Die GPS-Daten zu dieser Etappe sind durch einen Klick auf das folgende Bild abrufbar.

 


 

 

 Update 10.09.2014  -  Der 4. Tag


Die vierte Etappe ist eigentlich nur eine reine Transfer-Etappe, um von Böhmen nach Mähren zu gelange. Dazu fahre ich zunächst etwa 170 km auf der Autobahn von Prag nach Brno.

 


 

 

Nach einem kurzen Abstecher zu Rennstrecke in Brünn bewege ich mich wieder auf überweigend kleinen Straßen in Richtung Ostrava, meiner nächsten Station.

 


 

 

 

 

 

Hier kehre ich im Clarion Congress Hotell Ostrava ein, um es mir mal so richtig gut gehen zu lassen. Ein schönes und großes Zimmer laden ein, sich wohlzufühlen.

 


 

 

 

 

Leider muss der Koch heute mit dem falschen Fuß aufgestanden sein, denn irgendwie läuft bei meiner Bestellung im hoteleigenen Restaurant so einiges schief, weswegen ich hier auch keine Kulinarik-Bilder liefern kann. Schade, denn die anderen Restaurant-Gäste wirkten durchaus zufrieden und hatten wohl mehr Glück als ich.

 

Die GPS-Daten zur Etappe sind wieder per Klick auf die Karte abrufbar.

 



 

 

 

 

 

 

 




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