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16.10.2010:Südfrankreich: Die Anreise

 

Schon vor meinem Start von Berlin aus Richtung Harz mit dem Ziel der DBAutozug-Verladestation in Hildesheim wusste ich, dass die geplante Zugfahrt bis Narbonne nur teilweise stattfinden werde: Die französischen Eisenbahner protestierten mit landesweiten Streiks gegen die von der Regierung beschlossene Anhebung des Rentenalters. Das bedeutete, das mich der Autozug nur bis Lörrach chauffieren würde.


Also habe ich es mir in meinem Schlafwagenabteil gemütlich gemacht, um mich für die eigentliche Anreise zu stärken.


Am nächsten Morgen ging es dann um 06:15 Uhr von Lörrach aus über Basel, Lausanne und Genf in Richtung Frankreich. Die Fahrt war bis dahin wenig ereignisreich: Das Erreichen der Marke von 120.000 km meines treuen Gefährtes im morgendlichen Stau in Basel war fast schon das Highlight.


In Frankreich ging es dann konsequent in Richtung Südwesten, denn eine mir bis dahin kaum bekannte Region war mein Ziel: Das Departement Le Gard, ein Teil der Cevennen und südlich der Ardeche gelegen. Insgesamt nahm die Fahrt von Lörrach bis Montclus, meinem Zielort, über zwölf Stunden in Anspruch, weil ich die Autobahnen fast vollständig mied; ansonsten wird man einiges an Zeit sparen können. Dennoch erscheint mir jetzt nach eigener Erfahrung die Anreise mit dem DBAutozug nach Avignon oder Narbonne als die deutlich bessere Alternative zur eigenen Anreise auf zwei Rädern.


Angekommen erwartete mich ein Paradies: Schon die letzten dreißig Kilometer ließen mit ihren gut ausgebauten Straßen, kurvenreich durch die Hügel geschwungen, die Anstrengungen des zu Ende gehenden Tages vergessen. Meine Unterkunft war in einem wunderschönen alten, architektonisch höchst interessanten Haus vorbereitet, wo ein schmackhaftes Abendessen in mehreren Gängen nebst einem sehr ansprechenden Gläschen eines Rotweins regionaler Herkunft auf mich warteten. Als ich dann von meinem Zimmerfenster aus kilometerweit über die bewaldeten Hügel hinweg in die untergehende Abendsonne und das prächtige Farbenspiel am Himmel schaute, stellte ich mir das erste Mal die Frage: Sollte man an solch einem Ort nicht einfach bleiben?


 




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