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Produktvorstellung Klapphelm Airoh Rides

März 2016

 

Schon im vergangenen Jahr haben wir von JOPA, dem Deutschlandimporteur der Firma Airoh, deren neues Klapphelm-Modell zu Testzwecken zur Verfügung gestellt bekommen. Nun wird es endlich einmal Zeit, von unseren Erfahrungen mit diesem Helm zu berichten.

 

 


 

 

 

 

Der Importeur beschreibt das Modell wie folgt:

 

Der Rides ist die neueste Ergänzung der Helm-Palette von Airoh. Dieser ''Klapphelm'' hat ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis. Rides besteht aus hoch Widerstands fähigem,  thermoplastischen Harz (HRT) und ist als Integral- und Jethelm (P / J Homologation) zugelassen.

 

Rides ist auch mit einem extra großen Visier ausgestattet, mit dem sie ein riesiges Sichtfeld genießen , mit einer verstellbaren Sonnenschutzblende, mit einer Antibeschlag-Visier Position und mit Pinlock Original-Objektiv Voreinstellung.

 

Die Ventilation erfolgt über drei handschuhfreundliche breite Lüftungsöffnungen. Die untere Kinnschutz Luftöffnungen ermöglichen direkte Luftzufuhr an die Innenseite des Visiers, während die oberen Lüftungsöffnungen für frische Luft im Helm garantieren. Das Innenfutter, aus verformbaren Materialien hergestellt, wurde zahlreichen Stresstests unterzogen, die ein Maximum an Komfort und Transpiration unter allen Bedingungen  gewährleistet. Die Ausstattung wird vervollständigt durch das mikrometrische System, die hervorragende Passform und die Liebe zum Detail, ein Vorrecht des Airoh Unternehmens.“

 

 


 



 

In einem Punkt erfüllt der Rides die Wünsche vieler Klapphelm-Fahrer: Mit einer Doppelhomologation als Integral- und als Jethelm ist es erlaubt, mit diesem Modell auch mit aufgestelltem Kinnteil und damit sehr luftig unterwegs zu sein. Dazu gibt es seitlich eine Arretierung, mit der ein ungewolltes Herunterklappen des Kinnteils mit versperrtem Sichtfeld verhindert wird. Ob man in Anbetracht dieser unter rechtlichen Gesichtspunkten bestehenden Möglichkeit Gebrauch machen sollte, überlassen wir der Einschätzung und Bewertung unserer Leserinnen und Leser. Immerhin verringert die Arretierung des Kinnteils weder den Luftwiderstand noch verkleinert diese Arretierung den Hebel, der im Falle eines Unfalls auf die Nackenmuskulatur wirken kann.

 

 


 



 

Was wir in jedem Fall aber begrüßen, ist das integrierte Sonnenvisier. Gerade als Tourenfahrer oder Motorrad-Reisende ist dieses Tool aus unserer Sicht essentiell, insbesondere wenn man auf Tagesetappen mit großen Helligkeits-Unterschieden unterwegs ist, zum Beispiel bei strahlendem Sonnenschein auf einer Strecke mit zahlreichen Tunneldurchfahrten.

 

 

 


 



 

Allerdings ist uns beim Rides aufgefallen, dass das Sonnenvisier relativ dicht an das Gesicht herangeführt wird. Brillenträger, insbesondere solche mit eher großen, kräftigen Brillengestellen, sollten hier genau prüfen, ob es Probleme mit der Passform gibt. Die Bedienung der Sonnenblende mit Hebel und Taste erfordert ein wenig Gewöhnung, ist dann aber unproblematisch. Stärker beeinträchtigt da schon eher die leichte Neigung des Sonnenvisiers zu Verzerrungen.

 


 

 

Das Gewicht von etwa 1550 Gramm ist für einen Klapphelm eher gering und liegt auf dem Niveau unseres bisherigen Favoriten, des Schuberth C3 Pro. Auch beim Tragen hat man nicht das Gefühl, ein Schwergewicht spazierenzutragen.

 

 


 

 

Während der Fahrt zeigt der Rides dann doch recht schnell, dass er mit seinen ca. 200 Euro Kaufpreis auch preislich in einer anderen Liga spielt als unser Lieblings-Klappi: Mit zunehmender Geschwindigkeit steigt während der Fahrt auch der Lautstärkepegel unter dem Rides spürbar an. Allerdings ist das etwas, was man auch bei vielen Mitbewerbern erlebt. Außerdem – und das haben wir in unserem Team auch auf unseren unterschiedlichen Redaktions-Motorrädern wieder erleben dürfen – ist die jeweilige Lautstärke immer auch vom jeweiligen Motorrad, den Windeinflüssen darauf, sowie der Körpergröße und Sitzposition des jeweiligen Fahrers abhängig.

 



 

 

 

Bei längerer Benutzung wird der Tragekomfort Rides nie unangenehm. Allerdings will sich bei uns auch nicht wirklich ein echtes Wohlfühl-Gefühl einstellen. Die Belüftung erscheint uns völlig ausreichend und ist auch mit Handschuhen gut regulierbar.

 



 

 

Airoh hat für feuchte und kalte Tage eine Anti-Fog Visierstellung eingebaut. Allerdings ergibt sich dabei ein schmaler Spalt zwischen Visier und Kinnteil, durch den bei entsprechendem Wetter eben kalte Luft und auch Feuchtigkeit eindringen können. Insbesondere an nasskalten Herbst- und Wintertagen hat uns diese Variante nicht so überzeugen können. Deswegen ist es gut, dass die Ergänzung durch ein effektives Pinlock-Visier zumindest vorbereitet ist.

 



 

 

Insgesamt erscheint uns der Airoh Rides als ein ganz ordentlicher, durchschnittlicher Klapphelm mit Stärken und Schwächen, dem wir normalerweise eine durchschnittliche Bewertung zukommen lassen würden. Schaut man sich aber ansonsten um, was der Klapphelm-Markt bei einem Preis von nicht mehr als 200 Euro ansonsten so anzubieten hat, wird klar, dass der Rides im Preis-Leistungsverhältnis die Nase ziemlich weit vorn hat. Das macht in unserer Gesamtbewertung am Ende gute 4 von möglichen 5 LikeBikes.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 




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