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Schuberth E1 und Touratech Aventuro Mod – die Adventure-Zwillinge

 

April 2016:

Seit Jahren wächst der Markt der Reiseenduros schier unaufhaltsam. Im Gleichschritt wächst die Gemeinde derjenigen Fahrerinnen und Fahrer, die auch bereit sind, erkleckliche Beträge in die passende Ausrüstung und Bekleidung zu stecken. Insbesondere zählen dazu die passenden Adventure-Helme, von denen wir mit dem BMW GS-Modell, dem ARAI Tour X4 sowie dem Modell Aventuro Carbon von Touratech bereits mehrere Produkte vorgestellt haben. Dementsprechend ist auch klar, dass wir auch großes Interesse an den diesjährigen Newcomern Schuberth E1 und Touratech Aventuro Mod hatten und uns dementsprechend sehr über die von den Herstellern dankenswerter Weise zur Verfügung gestellten Test-Exemplare gefreut haben.

 

 

 

Schauen wir uns in bewährter Manier zunächst an, welche Eigenschaften die Hersteller selbst ihren Schützlingen zusprechen:

 

 

 

Schuberth preist seinen E1 auf der eigenen Homepage mit folgenden Merkmalen an:

 

"Unser Dualsport-Helm für Abenteurer:

  • Der Komfort eines Klapphelmes.
  • Look & Feel eines modernen Adventure Helmes.
  • Die Sicherheit eines Schuberth Helmes.

 

 

Das Abenteuer beginnt, wenn die Straße aufhört.

Unterwegs zur Arbeit oder ans Meer – für welchen Weg Sie sich auch entscheiden, mit dem neuen E1 von SCHUBERTH können Sie sich komplett auf das konzentrieren, was vor Ihnen liegt. Überlassen Sie ausgetretene Pfade den anderen. Der innovative Dualsport-Helm für Reise-Enduro und Adventure Bike Fahrer bietet höchsten Komfort, Flexibilität und Sicherheit für den On- und Offroad-Einsatz.

 

PASST GENAU. SITZT SICHER

Der Motorradhelm entspricht der Prüfnorm ECE R 22.05 und kann somit in ganz Europa gefahren werden. Der E1 ist in den Größen von XS bis 3XL erhältlich. Dies entspricht Kopfumfängen ab 52 bis 65 Zentimetern.

 

Die Belüftung sorgt für noch mehr Luft zum Atmen:

Ein komplexes Luftkanalsystem im Inneren der Helmschale sorgt für einen angenehmen Luftdurchsatz. Die Kopfbelüftung führt die Luft für eine Zirkulation im Helm. Die Visierbelüftung verhindert das Beschlagen der Visierscheibe. Eine große regulierbare Zusatzbelüftung am Kinnteil sorgt für Ihren langen Atem auf anspruchsvollen Touren. Sie führt literweise frische Atemluft zu, wenn es besonders darauf ankommt.

 

Für Fahrer, die durchblicken: Das Visier

Alle SCHUBERTH-Visiere sind Visiere der optischen Klasse 1. Sie garantieren eine verzerrungsfreie Sicht und sind anti-scratch beschichtet. Turbulatoren zur Geräuschverminderung an der Visierkante. Die Visiermechanik ermöglicht den schnellen Wechsel- ganz ohne Werkzeug. Natürlich ist der E1 mit einer Antibeschlag-Scheibe ausgestattet.

 

Auf ins Licht: Sonnenvisier

Ein Sonnenvisier ist im E1 gleich mit eingebaut. Mit einer Handbewegung über einen Schieber am Helmrand kann das Sonnenvisier aus- bzw. eingefahren werden. So können Sie sich auf plötzliches Gegenlicht blitzschnell einstellen.

Offen und geschlossen - gut behütet ins Abenteuer:

Das Kinnteil des E1 lässt sich samt Visier und Schirm nach oben klappen. Der Schirm lässt sich in drei verschiedenen Positionen fixieren.
Das Visier lässt sich unabhängig vom Schirm bedienen.

Der sitzt: sicher und bequem

COOLMAX®-Stoffe sorgen für ein gutes Klima im Helminneren und transportieren Feuchtigkeit effektiv ab. So entsteht ein konstant gutes Klima und eine permanente Kühlung für den Fahrer. Natürlich ist die Innenausstattung Öko-Tex 100 zertifiziert. Sie ist leicht herausnehmbar und kann gewaschen werden.

leise am Ohr - stabil im Wind:  Das Aerodynamik- und Akustikpaket

Der E1 ist windstabil, pendelneutral, verursacht keinen Auftrieb, kein Flattern und ist dazu extrem leise. Ein Spoiler sorgt neben der angepassten Helmform für diese Windschnittigkeit. Vielfach im Windkanal getestet, verbessert und bis ins Detail für maximalen Tragekomfort designt."

 

 

 

Der Schwarzwälder Reise- und Zubehörspezialist Touratech gibt seinem Aventuro Mod auf der eigenen Homepage folgende Eigenschaften mit auf den Weg:

 

"Einzigartig vielseitig:

 

Der AVENTURO Mod macht Schluss mit schlechten Kompromissen!

Er vereint die gute Belüftung, das große Gesichtsfeld und das schützende Schild eines Adventure-Helms mit den Qualitäten eines Klapphelms, die nicht nur Brillenträger schätzen. Gerade auf Reisen ist das Gesicht ein wichtiges Kommunikationsmittel. Flüchtige Motive sind schnell mit der Kamera eingefangen, ohne umständlich den Helm vom Kopf ziehen zu müssen.

 

 

MODULAR-SYSTEM

Durch austauschbare Komponenten erhält der AVENTURO Mod jeweils die gewünschten Funktionen, ohne so viele Kompromisse
eingehen zu müssen wie ein Allroundhelm. Der Helm ist in Windeseile umgebaut und kann so den bevorstehenden Anforderungen ideal
gerecht werden.

KLAPP-FUNKTION


Schuberth ist weltweit der Spezialist im Klapphelmbereich. Schuberth-Helme sind leise und extrem funktionsstabil und die Produktion in Deutschland garantiert Topqualität. Ganz klar – wir arbeiten nur mit den Besten zusammen!

  • Tausendfach bewährtes Klappsystem by Schuberth

  • Maximaler Komfort für Brillenträger

  • Schild klappt mit Kinn-Teil hoch und automatisch bis zur
    voreingestellten Position wieder mit runter

  • Nie wieder Passanten anbrüllen müssen, um nach dem Weg zu fragen

  • Nie wieder schlechte Fotos, weil der Kamera-Sucher nicht in das Gesichtsfeld des Helmes passt

  • Maximum an Sicherheit nach einem Unfall

  • Handlungssicherheit für Ersthelfer

 

INNENSCHALE

 

Aus speziellem und optimiertem EPS-Schaumstoff. Die komplexe Mehrzonen-Ausschäumung garantiert eine optimale Stoßdämpfung.

 

INNENPLOSTER

 

COOLMAX®-Polsterung, komplett herausnehmbar und waschbar (Handwäsche, 30°C), optimale Passform.

 

VERSCHLUSSSYSTEM

 

Mikro-Lock Ratschenverschluss, präzise Einstellung der Kinnriemenlänge durch Justierung auf beiden Seiten, einfache Handhabung.

 

SICHERHEIT

 

Mit Schuberth haben wir uns bewusst für einen Partner entschieden, der für höchste Qualität steht und dank seiner jahrzehntelangen Erfahrung zum Anbieter der sichersten Helme auf dem Markt zählt. Aktive und passive Sicherheit sind gerade beim Helm von höchster Priorität.

 

- Made in EU (Germany)

 

- Helmschale aus speziellem Glasfaser-Laminat
   (von Schuberthentwickelt)

 

- Zertifiziert nach ECE 2205- Zertifiziert nach ECE 2205 und DOT

 

- Beschlag- und verzerrungsfreies Visier (erfüllt europäische Standards
   für „class 1 optics“)

 

- Reflektierende Komponenten (auch im Kragenbereich)

 

- Fein verstellbarer Ratschen-Verschluss mit Micro-Verrastung

 

VORTEILE AUF EINEN BLICK

  • Helmschild einfach und werkzeugfrei montierbar, inklusiveAbdeckkappen (bei entferntem Schild)
  • Im Windkanal aerodynamisch optimierter Helmschild mit Memory-Funktion, in drei Positionen verstellbar
  • Waschbarer Filter im Bereich Kinn-/Mund-Ventilation
  • Integrierte Sonnenblende – stufenlos verstellbar (erfüllteuropäische Standards für „class 1 optics“)
  • Vorbereitet für Schuberth SRC-System C3Pro
  • Herausnehmbare und waschbare Innenausstattung aus Coolmax-Material
  • Abnehmbarer Kinnwindschutz
  • Hervorragende Aerodynamik
  • Extragroße Lufteinlässe
  • Variable Belüftungsmöglichkeiten, verbesserte Ventilation
  • Sehr leise durch akustisch optimierte, spezielle Konstruktion"

 

 

 

 

Sowohl an der Beschreibung als auch an den Fotos kann man die gemeinsame Herkunft und auch die geringfügigen Unterschiede zwischen beiden Modellen erkennen. Beide basieren auf der Grundkonstruktion des Schuberth-Klapphelms C3 Pro, den wir selbst seit Jahren insbesondere auf längeren Reisen nutzen und unter anderem wegen seiner Passform sowie seiner geringen Lautstärke schätzen. Von diesem Modell wurden Helmschale, Innenleben und Antennen-Vorbereitung genommen, um mit einem zusätzlichen Sonnenschild sowie einem neu konzipierten Kinnteil komplettiert zu werden.

 

Dementsprechend hat man beim Aufsetzen beider Helme sofort das berühmte „Schuberth-Feeling“, an dem sich oftmals die Geister scheiden: Bekanntlich gibt es unter Motorradfahrern sog. „Schuberth-Köpfe“, auf denen die Magdeburger Schalen perfekt sitzen, und solche, die überhaupt nicht in die Murmeln passen. Wir haben in unserer Redaktion mehrere „Schuberth-Köpfe“ vertreten und diese sind sich einig: Wenn wir mit geschlossenen Augen einen zufällig gereichten Schuberth-Helm aufsetzen, würden wir ihn sofort allein anhand der Passform erkennen. Das ist sowohl beim E1 als auch bei Aventuro Mod nicht anders.

 

 

 

Großer Vorteil der Verwendung der vom C3 Pro stammenden Helmschale ist unter anderem auch, dass die entsprechenden hauseigenen und bereits vor Jahren zusammen mit Cardo entwickelten Kommunikationsmöglichkeiten „SRCS“ aus dem C3 Pro in die neuen Modelle passen und dort weiterverwendet werden können. Da sich insoweit nichts an den Einbaumöglichkeiten sowie an der Funktionalität ändert, braucht das hier nicht gesondert dargestellt zu werden und es kann dazu auf unseren früheren Ausführungen (siehe hier, hier und hier) verwiesen werden.

 

 

 

Neu dagegen ist das Kinnteil, das leichte Unterschiede zwischen den ansonsten fast wie Zwillinge auftretenden neuen Modellen aufweist: Ein markantes und zu einem Adventure-Helm passendes Kinnteil musste her und das war dann auch die beste Gelegenheit, die bislang schon gut funktionierende Belüftung des C3Pro für die Belange im Offroad-Einsatz zu optimieren. Im Ergebnis entstand zusätzlich zu der oberen Belüftungsklappe, die bei geschlossenem Visier ein Abführen eines Teils des Fahrtwindes vom Visier ins Helminnere ermöglicht, nun ein weiteres Belüftungselement. Während man bei dem Schuberth-Modell im geöffneten Zustand deutlich die Belüftungslöcher erkennen kann, zeigt sich das Touratech-Modell etwas verheimlichend und zeigt optisch bis auf den anders stehenden Bedienknopf keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Positionen.

 

 

 

In der Praxis dagegen konnten wir bislang keine wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden neuen Ausgestaltungen der zusätzlichen Kinnbelüftung erkennen, was möglicherweise auch an den bislang noch nicht so extrem heißen Temperaturen liegen mag.

 

Ebenso erstaunlich wie erfreulich ist an den neuen Modellen, dass die neu geformten Kinnteile im geschlossenen Fahrzustand nun auch in puncto Fahrsicherheit einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht haben: Während wir die Kritik einiger Besitzer des C3 Pro nachvollziehen können, dass der Schulterblick stark eingeschränkt sei, ist das sowohl beim E1 als auch beim Aventuro Mod anders. Das Kinnteil des C3 Pro ragt soweit vor, dass je nach Sitzposition und Auftragen insbesondere der Schulterprotektoren oftmals das Kopfdrehen stark eingeschränkt ist. Obwohl wesentlich markanter wirkend haben die Hersteller des E1 und des Aventuro Mod hier Abhilfe geschaffen und man kann nun den Kopf deutlich weiter drehen, um eventuelle Fahrzeuge auf den benachbarten Spuren oder Fahrräder auf parallel in den Städten verlaufenden Radwegen zu entdecken. Wegen des damit einhergehenden Sicherheits-Plus finden wir das besonders gut und erwähnenswert.

 

 

 

Die verbaute Sonnenblende ist ein aus dem Enduro-Sport entliehenes Stil-Element von Adventure-Helmen. Ein solches Tool haben wir bei den bislang getesteten Helmen durchweg kritisiert: Anders als auf im Stehen gefahrenen Offoad-Strecken, wenn der Kopf durch die andere Fahrhaltung stärker nach vorn geneigt ist, bringen die Sonnenschirme der übrigen von uns getesteten Adventure-Helme in der Praxis rein gar nichts. Wer nicht exakt zur Mittagszeit genau nach Süden ausgerichtet unterwegs ist, wird auch nicht viel von der schattenspendenden Wirkung dieser Sonnenvisiere erleben, weil sich die Sonnenstrahlen einfach neben dem Sonnenschild vorbeischlängeln und dann die Augen doch erreichen.

 

 

 

Bei den beiden Modellen von Schuberth und von Touratech ist das komplett anders: Bei beiden Modellen lässt sich das Sonnenschild in der Neigung in drei Positionen verstellen. Während die oberste in etwa der Positionierung der anderen Sonnenschirme entspricht, kann man den Schattenwurf mit der mittleren Position vergrößern und mit der niedrigen Position, wenn sich das Sonnenschild langsam von oben ins Sichtfeld des Helmbesitzers bewegt, deutlich und effektiv vergrößern. Mit dieser Neigungsverstellung spielt das Sonnenschild beider Helme eine sehr gute Rolle und erledigt seinen Job deutlich häufiger und besser, als es die Konkurrenzmodelle konstruktionsbedingt können.

 

 

 

 

Achtung: Interessierte, die sich eines der Modelle mal ein wenig näher beim Händler des Vertrauens ansehen wollen, mögen bitte eines bedenken: Das Sonnenschild wird auf beiden Seiten des Visiers mit kleinen Hebeln fixiert. Diese Hebel müssen zuerst gelöst werden, eh die Position des Sonnenschilds variiert werden kann. Anderenfalls droht eine Beschädigung dieser Sicherungsmechanismen.

 

 

 

 

Ein besonderer Clou ist Schuberth, wo ja sowohl das eigene als auch das Touratech-Modell produziert wird, aber noch gelungen: Klappt man – wie bei einem Klapphelm durchaus üblich – das komplette Kinnteil zum Auf- oder Absetzen des Helms auf, wird das Sonnenschild ebenfalls ein wenig nach oben verschoben. Beim Zuklappen des Kinnteils wiederum wird das Sonnenschild wieder in die zuvor gewählte Position gebracht und muss nicht mehr neu eingestellt werden. Das ist sehr komfortabel und praktisch.

 

 

 

Ansonsten könnte man glauben, Touratech hätte sich unsere damaligen Hinweise bei unserer Vorstellung des Aventuro Carbon zu eigen gemacht: Bereits damals hatten wir uns zwingend ein integriertes Sonnenvisier gewünscht, um den Helm auch unter heutigen Anforderungen als vollständig und sinnvoll ausgestattet bezeichnen zu können. Da die Basis des E1 bzw. des Aventuro Mod eben der bisherige C3 Pro ist, wurde von diesem Modell auch das integrierte Sonnenvisier übernommen und ergänzt nun das schon allein effektive Sonnenschild zusätzlich: Insoweit bieten E1 und Aventuro Mod quasi Gürtel und Hosenträger :-)

 

 

 

Suchen wir nach Unterschieden zwischen den beiden Modellen, werden wir im Detail fündig: Das neue Kinnteil wirkt beim Touratech etwas kantiger, aggressiver und hebt den Offroad-Aspekt noch etwas stärker hervor. Einige kleinere Plastik-Teile werden beim Touratech-Modell extra für diesen Helm hergestellt und mit dem eigenen Logo versehen, ohne dass sich uns jetzt ein funktionaler Unterschied erschloss. Außerdem bringen die Schwarzwälder Ihr Offroad- und Reise-Knowhow derart ein, dass am Hinterkopf eine Haltespange für Gurte von Cross-Brillen angebracht ist.: Wird der Aventuro Mod ohne Visier gefahren, sollen Träger von Cross-Brillen hier zusätzlich unterstützt werden. Für uns bleibt aber zweifelhaft, ob die Öffnung des Visierausschnitts überhaupt groß genug für handelsübliche Brillen ist. Möglicherweise ist in diesem Zusammenhang zu sehen, dass es ein eigenes Brillenmodell von Touratech für den Aventuro Mod gibt.

 

 

 

Beide Helme tragen sich wie schon eingangs beschrieben schuberth-typisch und damit für viele Köpfe unseres Redaktionsteams geradezu perfekt. Die schon aus dem C3 Pro bekannte geringe Geräuschkulisse konnte trotz der vorgenommenen Anpassungen in beide Modelle übernommen werden: Selbst bei höheren Geschwindigkeiten bleiben beide Helme sehr erträglich leise. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass diese Helme wohl nur auf Reise-Enduros ihr Einsatzgebiet finden und dort regelmäßig ein effektiver Wetter- und vor allem Windschutz durch ausreichend dimensionierte Scheiben gewährleistet ist.

 

 

 

Erfreulich fanden wir, dass auch das bei beiden Modellen montierte Sonnenschild selbst bei höheren Reisegeschwindigkeiten weder laut noch instabil und unruhig wurde. Während noch bei Touratechs Aventuro Carbon empfohlen wurde, das Schild bei höheren Geschwindigkeiten abzubauen, sehen wir diese Notwendigkeit weder beim E1 noch beim Aventuro Mod.

 

 

 

Beide Modelle sind darüber hinaus bereits im Auslieferungszustand mit einem Pinlock-Visier ausgestattet und somit auch für kühlere und feuchte Tage bestens vorbereitet.

 

Was die Designs angeht, haben beide Anbieter verschiedene Unicilor- und Dekor-Modelle im Angebot, so dass auch der eigene optische Geschmack befriedigt werden kann. Natürlich variieren dann auch die Preise, wie man es auch von anderen Anbietern und/oder anderen Modellen kennt. Und genau hier kommen wir zu dem eigentlichen, vielleicht aber auch einzigen Knackpunkt dieser Helme:

 

 

 

Wer sich für einen E1 von Schuberth oder einen Aventuro Mod von Touratech entscheidet, kommt - abhängig vom gewählten Design - derzeit kaum unter 650-700 Euro für den Kaufpreis davon. Das ist ein stattlicher Betrag, den sich nicht jede(r) leisten kann oder will. Auf der anderen Seite erhält man mit diesen Modellen vor allem hervorragend verarbeitete Kopfschützer. Und auch, was die Funktionalität betrifft, gibt es zu diesen beiden Helmen bislang kaum Alternativen auf dem Markt: Es gibt kaum Adventure-Klapphelme, die dann auch noch mit Sonnenvisier UND Sonnenblende ausgestattet sind. Wenn man dann aber vor allem auf die höchst effektive Verstellmöglichkeit des Sonnenschilds schaut, wird man wohl vergeblich nach Alternativen suchen. Und genau diese Verstellmöglichket ist ein wirkliches Highlight der beiden Helmmodelle.

 

 

 

Selbstverständlich kann man auch das hohe Gewicht der Boliden (größenabhängig ab ca. 1700 g) kritisieren, aber wenn man die bekannte Basis des C3 Pro nimmt und allein das zusätzliche Material für das Sonnenschild und die dafür notwendige Mechanik dazu rechnet, erklärt sich auch das Gewicht sehr schnell: Wer einen großen Funktionsumfang, viel Ausstattung und Funktionalität möchte, kann kein Leichtgewicht erwarten. Ansonsten sollte man eventuell auf Ausstattung verzichten und ist dann vielleicht mit einem spartanisch ausgestatteten Sporthelm besser bedient.

 

Die Möglichkeit, mittels ggf. sogar schon von früheren Helmen vorhandenem SRCS von Schuberth oder – und darauf gehen wir demnächst in einem gesonderten Beitrag ein – mit dem ebenfalls passenden SENA 10U eine nahezu unsichtbare Integration eines Bluetooth-Kommunikationssystems zu schaffen, rundet die Funktionalität der beiden Abenteuer-Zwillinge ab.

 

 

 

Fazit:

Mit Ausnahme des schon erwähnten hohen Anschaffungspreises halten wir hier zwei Helme in den Händen, die wir für den Einsatz auf einer Reiseenduro als perfekt bezeichnen möchten. Da aber Qualität und Funktionsumfang bekanntlich nun mal ihren Preis haben, können wir in diesem Fall diesen auch nicht ernsthaft kritisieren. Und die Frage, welcher Helm von den beiden der bessere sei, kann man nach unserer Auffassung allein auf die Frage des persönlichen Geschmacks, des Designs oder der ggf. bestehenden eigenen Hersteller-Affinität beschränken; funktional liegen sie – wie soll es bei Zwillingen auch anders sein – nahezu punktgenau beieinander.

 

Dementsprechend fällt unser abschließendes Urteil zum Schuberth E1 und Touratech Aventuro Mod auch innerhalb des Redaktionsteams einhellig aus: Volle 5 von möglichen 5 LikeBikes ergänzt um einen Motorrad-Tourer.com-Tipp! sind für diese beiden Modelle absolut gerechtfertigt. Wir haben jedenfalls zwei neue Reisegefährten, die uns von nun an auf zahlreichen Kilometern begleiten werden.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 




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